ICD-Kodierung im ÄBD

Absetzung vermeiden: So kodieren Sie richtig!

Alle Ärzte sind gesetzlich verpflichtet, jede Behandlungsdiagnose so genau wie möglich zu kodieren. Dies gilt auch im Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) und in den Notfallambulanzen. Die alleinige Angabe von ICD-Kodes, die bestenfalls Symptome, äußere Ursachen oder symptomlose Zustände beschreiben, reicht als ordnungsgemäße Kodierung nicht aus und gilt als unvollständig.

Die KVH akzeptiert in Fällen mit unvollständiger Kodierung lediglich die Notfallpauschalen - Gebührenordnungspositionen (GOP) 01210 bis 01218  - sowie GOP 01418 EBM. Alle darüber hinausgehenden Leistungen werden abgesetzt.

Folgende  ICD-Kodes werden als „nicht ausreichend“ angesehen, da sie lediglich ergänzende Angaben kodieren:

ICD
Legende
Kapitel ICD-10-GM
R00 -R99
Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde
XVIII
V01 - Y84
Äußere Ursachen von Morbidität und Mortalität
XX
Z08 - Z99
Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen
XXI
UUU
Ersatzwert - Angabe einer ICD-Schlüsselnummer nicht erforderlich
 
ICD-Kodes, die in der Legende „Sonstige“ oder „Nicht näher bezeichnete“ ICD-Kodes deklarieren
 
 
ICD-Kodes, die lediglich mit der Diagnosesicherheit Z (symptomloser) Zustand nach der betreffenden Diagnose) verschlüsselt sind
 
 

Prüfen und Ergänzen von Behandlungsdiagnosen

In diesem Sinne: Prüfen Sie die ICD-Kodes, die Sie im ÄBD oder in den Notfallabrechnungen der Krankenhäuser kodieren möchten.

zuletzt aktualisiert am: 16.07.2019

Ansprechpartner

EBM-Hotline

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

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